So entfernt man eine URL wieder aus dem Google Index
Es gibt einige Gründe warum man eine URL wieder aus der Suchmaschine Google entfernen möchte. Neben dem SEO Kampf um die Top Suchmaschinen Positionen, sollte man auch wissen wie man genau das Gegenteil erreicht. Nämlich wie man eine Seite wieder aus dem Google Index entfernt.
Es wird ja immer behauptet: Einmal im Netz immer im Netz. Aber dazu würde ich sagen: wer nicht kämpft hat schon verloren. Solange sich die Inhalte nicht enorm verbreitet haben, hat man durchaus eine Chance diese wieder zu entfernen. Aber Google wird auf Anfrage keine URL´s entfernen, solange diese nicht gegen die Richtlinien verstoßen. Hier zeige ich Möglichkeiten auf, wie man das dennoch zeitnah erreicht. Am besten direkt an der Quelle ansetzen.
Die URL liegt auf einem zugänglichen Webspace
Sollte die URL die es zu entfernen gilt auf zugänglichen Webspace (Sie können sich per FTP einloggen) liegen, ist die Lösung relativ einfach:
Die Datei robots.txt im Hauptverzeichnis der Domain öffnen und dort folgenden Code am Ende der Datei einfügen:
User-agent: *
Disallow: /das-verzeichnis-das-entfernt-werden-soll/
Oder:
User-agent: *
Disallow: /datei-die entfernt-werden-soll.html
Das Verzeichnis und den Dateinamen natürlich noch anpassen. Sollte die robots.txt nicht vorhanden sein, einfach erstellen (leere Textdatei). Zusätzlich ist es je nach Fall ratsam das betreffende Verzeichnis per htaccess abzusichern. Trotzdem kann es Tage bis Wochen dauern bis die URL aus dem Google Index tatsächlich entfernt ist. Das funktioniert übrigens bei allen großen Suchmaschinen.
Der zu löschende Inhalt / die URL liegt auf einer fremden Domain
Hier wird es schon schwieriger. Sollte die URL bei Deutschen Anbietern liegen, hat man da noch relativ gute Chancen. Eine kurze Bitte per Emails senden. Das genügt oft. Sollte dennoch nichts passieren, mit Anwalt und einer Schadensersatzklage drohen, das zieht fast immer. Hier braucht man gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn es wirklich Informationen / Bilder etc. sind die "Ihnen gehören".
Ausländische Anbieter reagieren oft nicht. Hier bleibt nur die Möglichkeit solange zu nerven bis etwas geschieht. Mit Emails, Telefon, Fax und eventuell Briefen. Wie gehabt, zuerst freundlich und dann immer strenger.
Bei Facebook und Co hat man aber ganz schlechte Karten. Wer dort ein Profil hat muss einfach damit rechnen das die freigegebenen Inhalte nicht mehr entfernbar sind. Und kräftig weiter verbreitet werden. Viele Unternehmen in den USA haben es nicht so mit dem Datenschutz und den Rechten einzelner Menschen.
Fazit: Vorher überlegen was man im Netz treibt und preisgibt.