Ist das alles was du kannst?

...oder kannst du doch alles?!

Okey, jetzt fragt ihr euch sicher was das soll. Ich werde es euch erklären.

Als naheliegendes Beispiel nehmen wir den Blogger. Hier gibt es viele verschiedene Typen (Firmenblogs und Themenblogs etc. mal ausgeschlossen). In diesem Denkspiel spalte ich die Blogger mal in 2 Gruppen. Der eine bloggt einfach alles was ihm gerade vor die Nase kommt. Nennen wir ihn den CopyBlogger. Der kreative Denker hingegen stellt eigene erdachte und getestete Inhalt ins Netz. Der CopyBlogger bloggt für andere und die Besucherzahlen / Beliebtheit und sein Ego - der Kreative für sich, sein Wissen, seine Bildung & seine Firma.

Sicher gibt es da auch noch diverse Graustufen dazwischen. Hier geht es auch gar nicht um eine Bewertung der beiden Bloggertypen, sondern einfach um die Analyse dieser.

Hier mal ein kurzer Umriss der 2 erwähnten Bloggertypen:

Der Copyblogger wird alles dafür tun um möglichst viel Feedback für seine "Arbeit" zu bekommen. Er wird sich mächtig Mühe geben, gut dazustehen und sein Portemonnaie zu füllen.

Dem kreativen Denker ist es hingegen nicht so wichtig, ob sich die Masse für Ihn und seine Arbeit interessiert. Er weiß was er kann und braucht diese Bestätigungen weniger. Er wird nicht sein ganzes Wissen ins Internet stellen. Es ist sozusagen nur die "Spitze des Eisbergs" in seinem Blog zu finden.

Zudem habe ich die Erfahrung gemacht das einige Blog Besucher (die Kommentare abgeben), gar nicht für voll nehmen was man schreibt, und ständig daran zweifeln. Vielleicht liegt es auch daran das sie sich selbst nicht ganz für voll nehmen, wer weiß. Oder sie sehen bloggen allgemein als Hobby. Für mich ist es das nicht, das ist vor allem Weiterbildung für die berufliche & geschäftliche Zukunft. Wenn dann noch der ein oder andere Euro hiermit verdient wird und das Ranking der eigenen Projekte steigt - prächtig.

Was ich mit der ganzen Sache noch verdeutlichen will: Je mehr jemand zeigt und anpreist wie toll er doch ist, umso weniger ist er das meistens.

Fazit: Ein bischen Copyblogger sein kann nicht schaden, viele Blogger sind damit aber leider fast vollkommen beschrieben. Ein Stück weit kann man sogar auf den Charakter des Autors schließen.

8 Kommentare zu:

“ Ist das alles was du kannst? ”

WaeltiWaelti
Geschrieben am 10. Februar 2012 um 14:04  

Schöner Artikel. Manchmal bin ich sehr kritisch, fast ein bisschen spitzfindig…
Der Begriff CopyBlogger ist nicht ganz unproblematisch. CopyWriting hat mit kopieren nur recht wenig zu tun.

Du hast schon recht – ein großer Teil der Blogger ist mit Kopierer recht gut beschrieben. Wenn kreatives Denken angesprochen wird: das gilt nicht nur beim Bloggen. Ich empfinde das Kopieren als den Normalfall. Das muss ja nicht das schlechteste sein, wir Menschen haben es mit dem Nachmachen die letzten 100.000 Jahre doch ein Stück weit gebracht ;)

Ob der Kreative ‘nur für sich’ bloggt, darüber könnten wir ein Weilchen diskutieren. Zumal schon der Begriff Kreativität, hm, sehr flexibel ist. Jeder versteht da drunter das, was er gerne drunter verstehen will.

Damit bin ich wieder am Anfang. Das Meiste dreht sich halt nur im Kreis :)

LG

P.S.: Ach, das hätte ich doch beinahe verquatscht. Nein, ich kann nicht alles. Alleskönner sind mir suspekt und ich möchte doch wenigstens einigermaßen mit mir auskommen können.

Webseiten HermeskeilWebseiten Hermeskeil
Geschrieben am 10. Februar 2012 um 16:56  

Da sich dein Blog u.A. mit SEO befasst, muss man auch den Bereich mit reinnehmen in die Aussage. Die Copyblogger sind doch meist darauf aus, dass ihre Artikel weit oben gelistet werden und damit liegen sie ja nichtmal so verkehrt. Wer zu aktuellen Nachrichten bloggt, der wird auch gefunden, weil die breite Maße früher oder später danach suchen wird. Genau so verhält es sich bei Skandalen, Promifehltritten und sonstigem.
Ich persönlich bevorzuge jedenfalls die Themenblogs, da bekomme ich a) Infos und b) kann ich mich mich gleichgesinnten austauschen.

MichaMicha
Geschrieben am 11. Februar 2012 um 21:36  

Ich finde, es ist auch eine Frage der Erfahrung. Wenn ich primär blogge um zu lernen, dann kann es für mich erst mal völlig ok sein, über Themen zu schreiben, über die schon tausendfach im Nezt geschrieben wurde. Indem ich mit der 1.001ten Version eines Themas “meine Variante” davon erstelle, setze ich mich intensiv damit auseinander und lerne. Mit der Zeit entwickelt sich dann bei vielen immer mehr Wissen und damit steigt dann oft auch das Selbstbewusstsein in einem Themengebiet und damit oft die Kreativität.

KerstinKerstin
Geschrieben am 11. Februar 2012 um 22:33  

Ich kann mich Micha da nur anschließen. Die wenigsten starten doch mit einem Blog und wissen ganz genau wo sie hinwollen, bzw. sind so kreativ und solche Profis, daß Sie einen eigenen Stil und ein ihnen eigenes Thema haben.

Meistens entwickelt sich so etwas im Laufe einer bestimmten Zeit. Man stellt fest wo die eigenen Stärken sind, und etnwickelt seinen eigenen Schreibstil.

Daher denke ich das man von einer Entwicklung aus der einen in die andere Richtung sprechen kann (Ausnahmen man aussen vor gelassen, einige nehmen das mit dem Copy ja besonders genau.)

azellaazella
Geschrieben am 12. Februar 2012 um 13:54  

Wow, mit soviel Feedback hätte ich nicht gerechnet. Sicher kann man meinen Beitrag auch engstirnig auffassen. Und es wäre auch primitiv Menschen in 2 Schubladen zu stecken.

@Waelti: Kopieren ist nicht immer schlecht da hast du absolut Recht. Deinem letzten Satz kann ich auch etwas abgewinnen.

Hans-JoachimHans-Joachim
Geschrieben am 13. Februar 2012 um 08:13  

Hallo,

ich denke es kommt immer darauf wie man seine Zweifel zum Ausdruck bringt, oder nicht? An einer Aussage zu zweifeln, bedeutet doch nicht automatisch dass man nichts von der Person hält die die Aussage getätigt hat.
Ich bin ja jetzt grade auch anderer Meinung als du, aber das heißt doch nicht dass ich dich nicht für voll nehmen würde. Das heißt nur, wir sind verschiedener Meinung. Und das ist, zumindest meiner Meinung nach, überhaupt nichts schlimmes oder schlechtes.

Ansonsten stimme ich dir schon grundsätzlich zu, man muss nicht zum 2000. Mal das gleiche Thema durchkauen was schon tausende andere getan haben. Das man sich in gewissen Themen im gleichem Bereich automatisch mit anderen überschneidet ist klar, aber man sollte sich zumindest bemühen irgendwas neues oder noch nicht so oft gesagtes hinzuzufügen. Ansonsten ist es relativ überflüssig.

Viele Grüße,
Hans-Joachim

W. AltmannW. Altmann
Geschrieben am 13. Februar 2012 um 12:22  

Ich stimme da auch grundsätzlich zu, muss aber auch sagen das es noch eine 3te starke Gruppe gibt. Der nähmlich der Wirklich alles Schreibt was ihm gerade im Kopf rum spukt, und trotzdem möchte der jenige für sein Firmenkonzept werben. Da muss ich aber auch gleich anmerken, das die Gruppe doch meißt Anfänger im Blog sind. Sie Kopieren aber auch Texte und mischen es dann mit eigenen Texten, die davor und dahinter gesetzt werden.

ThorstenThorsten
Geschrieben am 14. Februar 2012 um 08:27  

Danke für den prima Artikel und Deine Arbeit.
Gruß
Thorsten

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